Aenderungen im Privatanteil Geschäftsauto ab 1.1.2022

Ab 1.1.2022 wird der Privatanteil für die private Nutzung eines Geschäftsfahrzeuges von heute 9,6 % auf 10,8 % des Ankaufspreises (ohne Mehrwertsteuer) des Fahrzeuges steigen. Dafür wird steuertechnisch der Arbeitsweg nicht mehr als Privatnutzung interpretiert, was in extremen Fällen heute noch grosse Ungerechtigkeiten bringt.

Beispiel: Kaufpreis Fahrzeug Fr. 60’000, Arbeitsweg 2 x 35 km pro Tag.

Heute ergibt das bei 9,6 % Privatanteil von Fr. 5’760 plus Arbeitsweg (70 km x 220 Tage x 0,70/km) Fr. 10’780 ein total von Fr. 16’540. Dafür kann man sich unter Umständen schon ein recht ordentliches Privatfahrzeug leisten, um damit auf die Arbeit zu fahren.

Ab 2022 ergibts diese Rechnung nur noch Privatanteil 10,8 % von Fr. 60’000, also Fr. 6’480.

Für Arbeitnehmer mit Geschäftsfahrzeugen ohne eigentlichen Arbeitsweg ergibt sich natürlich eine Verschlechterung um die Differenz beim Privatanteil.

Die Fristen für die Steuererklärung 2020

Die Steuerverwaltung verschärft die Reglemente bezüglich Fristverlängerungen für die Eingabe der Steuererklärung 2020 wie folgt:

Frist für die ordentliche Eingabe ist und bleibt der 15. März 2021.

Fristverlängerungen online ist gratis bis 15. Juli 2021 möglich.

Fristverlängerungen bis 15. September 2021 kosten neu Fr. 20 online und Fr. 40 für telefonische oder schriftliche Eingaben.

Fristverlängerungen bis 15. November 2021 kosten neu Fr. 40 online und Fr. 60 für telefonische und schriftliche Eingaben.

Diese Kosten sind kumulativ zu betrachten. Es macht somit wenig Sinn, eine Verlängerung vom 15. Juli bis 15. September und dann nochmals vom 15. September bis 15. November zu machen.

Auf was man bei Auskünften der Steuerverwaltung achten sollte

Auch eine falsche Auskunft der Steuerverwaltung ist bindend, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Es wurde ein konkreter, auf die bestimmte Person bezogener Fall beurteilt
  • Die angefragte Behörde war für die Erteilung des Auskunft zuständig
  • Der Steuerpflichtige konnte die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres erkennen
  • Aufgrund der Auskunft wurden Handlungen vollzogen, welche im Nachhinein nur schwer zur korrigieren wären
  • Die Gesetzeslage hat sich sein Auskunftserteilung nicht geändert.
Kreditgesuch Covid19

Schon häufig habe ich auf die Möglichkeit einer Anmeldung bei EasyGov hingewiesen. Diese Adresse soll Ihnen ermöglichen alle laufenden Geschäfte von der Gründung bis zur Schliessung einer Unternehmen bei behördlichen Kontaktnahmen und Deklarationen zu helfen.

EasyGov ist nun auch die Kontaktstelle für die Gesuche um Kredite in Bezug auf die hängige Corona-Krise und deren geschäftlichen Auswirkungen. So kommen Sie auf die richtige Seite: https://covid19.easygov.swiss/

Melden Sie Ihr Kreditgesuch über diesen Link an und registrieren Sie Ihr Unternehmen gleichzeitig bei EasyGov.

Corona-Virus

Wir werden nun öfters von unseren Kunden gefragt, wie die Hilfe für das Gewerbe, für die Industrie und für Selbständigerwerbende nun effektiv aussehe und an welche Stelle man sich um Hilfe wenden soll.

Wir helfen Ihnen gerne bei der Ermittlung von Buchhaltungszahlen, die Beantragung von Hilfen des Bundes und der Kantone obliegt jedoch bei Ihnen. Wir sind somit lediglich Beihilfe, nicht aber Ausführende.

Betreffend Kurzarbeit (bei GmbH’s und AG’s) orientieren Sie sich auf dieser SECO-Seite: https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/neues_coronavirus/kurzarbeit.html.

Anträge für Kurzarbeitsentschädigungen erhalten Sie unter diesem Link: https://www.vol.be.ch/vol/de/index/arbeit/arbeitsmarkt/kurzarbeitsentschaedigung.html.

Bei Selbstständig-Erwerbenden gilt das oben beschriebene Szenario natürlich auch für Ihre Angestellten, nicht aber für die Geschäftsinhaber. Hier orientieren Sie sich: https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/neues_coronavirus/selbstaendige.html. Meldestelle für Entschädigungen sind die prämienverrechnenden Ausgleichskassen des Betriebes (www.akbern.ch). Die Entschädigungen müssen von Ihnen beantragt werden und betragen 80 % des Lohnausfalles, aber höchstens Fr. 196/Tag.

Bei diesen Taggelder stellt die Ausgleichskasse nicht automatisch auf die aktuellen Zahlen um, sondern auf die von ihr ausgestellten Akontorechnungen, deren Basis oft um Jahre zurückliegt. Gemäss Information kann man hier verlangen, dass auf aktuellere, von der Steuerverwaltung verifizierte Zahlen abgerechnet wird.

Die ganzen Vorgänge, Anmeldungen, Bestätigungen sind keineswegs so «unbürokratisch», wie das die Regierung klar machen will. Um aber in dieser schweren Zeit an sein berechtigtes Geld zu kommen, ist halt doch ein gewisser Aufwand nötig. Wie gesagt, wir helfen Ihnen gerne bei der Ermittlung der erforderlichen Zahlen, das Ausfüllen der Formulare bleibt jedoch Ihre Aufgabe.

Eine weitere vom Bundesrat angekündigte Hilfe besteht in garantierten Darlehen. Dazu wenden Sie sich an Ihre Geschäftsbank, beschreiben Ihre Situation und sollten, nach Aussage von BR Maurer, innerhalb von 30 Minuten den gewünschten Kredit erhalten. Zu beachten ist dabei: Die Kredithöhe wird voraussichtlich 10 % des Jahresumsatzes betragen, jede Bank ist in sich eine eigene Organisation mit eigener eigenwilliger Kreditvergabe und letztlich müssen diese Darlehen nach Abklingen der Krise auch wiederum zurück erstattet werden.

Allen Kunden, Freunden, Verwandten wünschen wir von Herzen einen guten Rutsch durch dieses Virus-Dilemma.