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Ehe-/Erbvertrag und Vorsorgeauftrag

Ueber die Notwendigkeit eines Ehe- und Erbvertrages habe ich bereits geschrieben. Dieser Vertrag schaft Klarheit im Todesfalle eines Unternehmers. Der verbleibende Partner hat so die Möglichkeit, über das vorhandene Vermögen zu bestimmen, ohne dass Erbzwänge das Erschaffene auseinanderreissen, und ohne dass gesetzliche Erben die Erbschaft zu Gunsten der Mutter/Vater ablehnen müssen, um ein Geschäft zu erhalten.

Ein besonderer Fall liegt aber vor, wenn der eine Partner handlungsunfähig wird. Er oder sie liegt im Koma oder leidet unter demenzartigen Verlusten. Dann schreitet von Amtes wegen die KESB (Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde) ein und ernennt einen Beistand (früher Vormund) für den Betroffenen. Das kann problemlos der Ehepartner sein, bloss sind mit der Einmischung der KESB dann minutiöse Aufzeichnungen, Rapporte und Rechtfertigungen nötig.

Deshalb sollte schon zu guten Zeiten ein sogenannter Vorsorgeauftrag erstellt und erteilt werden. Dieser benennt eine Person (meistens den Partner oder die Kinder), welche bei Urteilsunfähigkeit einschreitet und die Geschäfte, aber auch das Private weiter führt.

Fragen Sie über diese Möglichkeiten den Notar/Fürsprecher Ihres Vertrauens. Er wird Ihnen weitergehende Auskünfte und Beratungen zu diesem doch recht heiklen Thema bieten können.