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Neues Mehrwertsteuergesetz ab 1. Januar 2010

Totalrevision der Mehrwertsteuer per 1. Januar 2010

Das neue MWSt-Gesetz trägt wesentlich zum Abbau der Komplexität und des oft gerügten Formalismus der Steuerbehörden bei. Die wesentlichsten KMU-relevanten Punkte des neuen Gesetzes sind:

Der Mindestumsatz, welcher zur Steuerpflicht führt, liegt neu bei Fr. 100’000/Jahr. Dafür fällt die Klausel mit der Steuerzahllast (Umsatz zwischen Fr. 75’000 und Fr. 250’000 Steuern weniger als Fr. 4’000 = Keine Steuerpflicht) weg.
Bisher wurde man mit einem bestimmten Umsatz steuerpflichtig, neu kann man sich mit einem Umsatz < Fr. 100’000 von der Steuerpflicht befreien.

Die Margenbesteuerung (beim Auto- und Landmaschinenhandel) fällt weg. Bei Occasionen wird ein fiktiver (normaler) Vorsteuerabzug berechnet.
Für den Saldosteuersatz wird eine neue Höchstgrenze von Fr. 5’000’000 festgelegt (Steuerlast < Fr. 100’000). Wechseln von Saldosteuersatz zu normaler Abrechnung alle Jahre möglich, von normaler Abrechnung zum Saldosteuersatz alle drei Jahre.

Die formalen Vorschriften für MWSt-Belege (Vorsteuern) werden stark gelockert.
Der Eigenverbrauch Fahrzeuge ist neu eine Kürzung der Vorsteuer und kein steuerbarer Umsatz mehr. Diese originelle Umstellung hat seine Auswirkung lediglich auf dem Abrechnungsformular, monetär ändert sich hier aber nichts.

Es gibt keine Vorsteuerkürzungen mehr bei Essen, Lebensmitteln, Motorboote usw. (die bisherige 50-%-Klausel).

Unternehmer haben ein Anrecht auf Kontrolle durch die Steuerverwaltung. Eine Kontrolle schliesst vergangene Jahre definitiv ab.
Der fixe Verzugszinssatz von 5 % wird aufgehoben und jeweils den marktküblichen Verhältnissen angepasst.