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Experte Rechnungswesen und Controlling = Doktorat?

Nach der Einstufung im Nationalen Qualifikationsrahmen Berufsbildung (NQR) wird die Stellung der «Buchhalter» im nationalen Umfeld ausgeleuchtet. So ist eine Fachperson mit Berufsprüfung Finanz- und Rechnungswesen auf der Stufe Bachelor, der Experte Rechnungswesen und Controlling gar auf Stufe Doktorat zu finden. Endlich sind somit die sogenannten Zweitausbildungen (Lehre und anschliessender Weiterbildung und Studiengänge) den rein universitären Hochschulausbildungen gleichgestellt. Und die Kitra Treuhand GmbH kann sich auch gleich zweier «Doktor»-Titel rühmen.

VEB Grafik zum Thema

Mehrwertsteuer ab 1. Januar 2018

Es ist soweit: Die Mehrwertsteuer senkt sich zum ersten Mal, und zwar von 8,0 % auf 7,7 %. Die damit verbundenen Umtriebe, welche für alle Unternehmen in der Gesamtschweiz auf ca. 300 Millionen Franken geschätzt werden, betreffen praktisch alle MWSt-pflichtigen Betriebe. In erster Linie ist hier auf die Abgrenzungen zwischen Leistungen, welche noch zu 8,0 % abzurechnen sind, und Leistungen, welche bereits mit dem reduzierten Satz von 7,7 % belastet werden, hinzuweisen.

Es gilt somit nicht wie bei anderen steuerlichen Bereichen das Rechnungs- oder das Zahlungsdatum, sondern ausschliesslich der Zeitpunkt der Leistung. Somit sind auch alle Angefangenen Arbeiten, mithin auch alle Leistungen, welche als Stille Reserven zurückgehalten werden/wurden, noch mit 8.0 % abzurechnen.

Wie «scharf» und konsequent hier die Eidg. Steuerverwaltung bei anfallenden Revisionen durchgreifen will, lässt sich heute noch nicht beurteilen.

ISO 20022 und was es für den KMU-Betrieb bedeutet

(aus einem Beitrag an InPut von TreuhandSuisse)

ISO 20022 ist zurzeit in aller Munde und wird von Banken und Software-Herstellern seit Mitte vergangenen Jahres als absoluter Handlungsbedarf für alle Unternehmen, seien dies Grosskonzerne oder kleine und kleinste KMU, angepriesen. Was ist aber unter ISO 20022 zu verstehen? Grundsätzlich will ISO 20022 als Standard für den internationalen Zahlungsverkehr im SEPA-Raum eine einheitliche Plattform, eine einheitliche Vorgehensweise schaffen. Sie bilden somit den Standard für den Austausch von Finanznachrichten zwischen Kunde und Bank, zwischen Bank und Kunde sowie zwischen den Banken.

Wichtiger Bestandteil von ISO 20022 ist die Abkehr von individuellen Kontonummern bei den verschiedenen Post- und Bankunternehmen hin zur bereits hinlänglich bekannten IBAN-Nummer.

Während in der Vergangenheit alleine in der Schweiz sieben unterschiedliche Formulare für den Zahlungsverkehr bestanden haben, soll dies spätestens ab 2020 auf den neuen Zahlteil der QR-Rechnung nach ISO 20022 begrenzt sein. Dieser Zahlteil wird nicht mehr vorgedruckter und selbständiger Einzahlungsschein sein, sondern durch den Rechnungssteller auf der Rechnung (oder einem separaten Blatt im A6-Format) gedruckt. Er beinhaltet als augenscheinlichster Punkt den QR-Code, einen Bar-Code, welcher beinahe die Hälfte des Zahlteils einnimmt. Dieser Code enthält dann nicht nur Angaben zu Einzahler und Empfänger der Zahlung, sondern auch weitere (vorher integrierte) Informationen wie Rechnungsnummern oder Details zur Lieferung.

Die Planung sieht vor, dass die ersten QR-Rechnungen ab 1. Januar 2019 eingesetzt werden können. Bis dahin müssten also die eingesetzten EDV-Lösungen den entsprechenden Code generieren und auf die Rechnung eintragen können. Und die Kreditorenbuchhaltungen sollten in der Lage sein, die QR-Codes richtig zu übernehmen und in den Zahlungsvorgang integrieren können.

Kleine Unternehmen und Private, welche nicht über eine softwaregestützte Fakturierung oder eine Debitoren-/Kreditorenbuchhaltung verfügen, haben somit heute noch keinen Handlungsbedarf. Der immer wieder gehörte Aufruf zur Anpassung der Buchhaltungssoftware bezieht sich nicht auf einfache Finanzbuchhaltungen. Die vorhandenen Einzahlungsscheine sollten noch bis 2020 allseitig akzeptiert sein. Ab dem 4. Quartal 2018 wird dann voraussichtlich SIX (Swiss Exchange www.swiss-group.com) eine allgemeine, für alle zugängliche Software anbieten, welche auch kleinen Betrieben die Rechnungsstellung mit dem neuen „Einzahlungsschein“ erlaubt.

Weitere Information sind auf der Homepage von www.iso-20022.ch zu erfahren.

«Ich verstehe sowieso nichts von den ganzen Sachen»

Eine oft gehörte Aussage seitens eines Treuhand-Kunden. Wer nun aber Steuerunterlagen wie Jahresrechnung, Bilanzen und Steuererklärungen unbesehen und unkontrolliert an die Steuerbehörden weiterleitet, ohne sich darum zu kümmern, ob die Anganben richtig sind, macht sich gegebenenfalls der Urkundenfälschung, ggf. des Steuerbetruges oder Steuerhinterziehung schuldig.

Deshalb gilt auch bei mangelnden Kenntnissen in Sachen Buchhaltung und Steuerdeklaration, dass der Treuhand-Kunde seine Unterlagen zumindest auf offensichtliche Fehler überprüft.

Der saubere Betreibungsregisterauszug

Jedes Betreibungsamt muss jedem Nachfragenden einen Auszug aus dem Betreibungsregister ausstellen. Dies ohne Nachfrage/Recherche ob der Nachfragende überhaupt in der Region wohnt oder gewohnt hat.

Das bringt gemäss nachfolgendem fiktiven Beispiel eine skurrile Situation mit sich:

Herr Fritz von Bern, mehrfach betrieben, gepfändet und mit ausstehenden Verlustscheinen belastet muss einen Betreibungsregisterauszug für eine Wohnungsanmietung beibringen. Das Amt an seinem bisherigen Wohnsitz wird ihm den Nachweis wie oben beschrieben erstellen. Also geht Herr Fritz einfach nach Solothurn und fragt dort nach einem Auszug. Gemäss Weisung Nr. 4 zum Betreibungsregisterauszug 2016 (mit Wirkung ab 1.1.2017) muss dieses Amt einen sauberen Auszug erstellen und abgeben.