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… und dann kommt noch die AHV

Seit Inkrafttretung der Unternehmenssteuerreform II wird die Doppelbelastung einer juristischen Person (Steuern beim Gewinn plus Steuern bei der Auszahlung an den Gesellschafter) deutlich abgeschwächt. Durch den Wegfall der AHV (und weiteren Sozialversicherungen) wird die Dividende sogar ausgesprochen attraktiv. Das führt vermehrt bei AHV- oder SUVA-Revisionen zu Diskussionen, ob nun eine einmalige hohe Dividendenzahlung im richtigen Verhältnis zum in diesem Jahr ausbezahlten Lohn steht. Die AHV funktioniert im Nachhinein gerne Dividenden in Lohn um, um dann diesen mit den entsprechenden Prämien belasten zu können.

Gemäss einem Bundesgerichtsurteil vom 8.4.2015 (9C_837/2014) wird nun dieser gesetzeswidrigen Praxis eine klare Absage erteilt.

Dieses Urteil ist aber kein Freibrief zur Kürzung des Lohnes bis ins Unglaubwürdige und Befriedigung des Privathaushaltes mittels übermässigen Dividendenausschüttungen. Wer einen Lohn von Fr. 40’000/Jahr deklariert und sich regelmässig eine Dividende von Fr. 100’000 auszahlt, wird sich kaum auf den Bundesgerichtsentscheid berufen können.

Letztlich sei einmal mehr darauf hingewiesen, dass im Falle eines Unfalles, einer Krankheit oder sogar Invalidität dann eben auch der (zu tief) deklarierte und AHV-abgerechnete Lohn als Basis für die Berechnung von Taggeld oder Rente herhalten muss.