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„Vergessene“ Privatanteile = Steuerbetrug?

Gemäss Bundesgerichts-Entscheid vom 4.7.2013 liegt beim nicht Verbuchen/Bezahlen eines Privatanteils an die Kosten eines auch privat genutzten Geschäftsfahrzeuges nicht bloss eine Steuerhinterziehung, sondern Steuerbetrug vor. Dies allerdings nur dann, wenn die private Nutzung des Geschäftsfahrzeuges „erheblich“ ist. Ansonsten bleibt es beim Vorwurf der Steuerhinterziehung.

Eine Gehilfenschaft zum Steuerbetrug liegt zudem vor, wenn die Revisionsstelle in ihrem Bericht an die Generalversammlung keinen Hinweis auf diese Unterlassung eines Privatanteils anbringt.

Jahresrechnung und Revisionsbericht sind Urkunden. Der Vorwurf lautet somit nicht „bloss“ auf Steuerbetrug, sondern zusätzlich auch auf Urkundenfälschung.